Leben mit (geistiger) Behinderung

Da meine Schwester Trisomie 21 hat, bin ich mit diesem Thema aufgewachsen. In verschiedenen Praktika habe ich dann auch die professionelle Helfendensicht kennengelernt. Seit 2018 bin ich auch gesetzliche Betreuerin, und dadurch hat sich meine Perspektive erneut erweitert.

Psychologische Beratung und Begleitung behinderter Menschen

In Übergangszeiten, Zeiten besonderer Herausforderungen wie z.B. bei Krankheit und Trauer oder auch, weil der Alltag insgesamt immer wieder Hürden und Herausforderungen mit sich bringt: Ich begleite und berate Sie. Wir finden einen Weg, wie wir gut miteinander kommunizieren können, und gemeinsam finden wir heraus, was Sie brauchen und wie Ihr Leben sich für Sie in die Richtung weiterentwickelt, die Sie sich wünschen. Wir finden auch heraus, welche weitere Unterstützung Ihnen ggf. gut tun und weiterhelfen könnte.

Psychologische Beratung und Begleitung von Angehörigen behinderter Menschen

Angehörig zu sein bringt viele Themen mit sich, sowohl für Eltern als auch für Geschwister, zum Beispiel:

  • Inwieweit fühle ich mich verantwortlich, und inwieweit bin ich denn wirklich verantwortlich?
  • Wie sehr richte ich mein Leben auf mein behindertes Kind oder ein behindertes Geschwister aus?
  • Kommen andere Menschen (z.B. ich selbst oder die Partnerin/ der Partner oder die Geschwisterkinder) zu kurz?
  • Oder fühle ich mich dauernd unzulänglich und habe ein schlechtes Gewissen, weil ich denke, ich tue zu wenig?
  • Wie kann ich gut für mich selbst sorgen und mich nicht vergessen, bei allen Belastungen und Anforderungen?
  • Wie kann ich gut im Helfendensystem meiner/meines Angehörigen kommunizieren, wie werde ich ernstgenommen und kann gut mit den professionell Arbeitenden in diesem System zusammenarbeiten?
  • Thema Wohnen: Wie sieht es aus mit eigenständigem Wohnen, z.B. in einem Wohnheim oder einer betreuten WG? Welche Möglichkeiten gibt es und wie kann ich/ können wir uns mit gutem Gewissen für eine Alternative entscheiden? Dabei kann die Alternative auch sein: ich möchte, dass mein*r behinderte*r Angehörige (z.B. Tochter oder Sohn) noch zuhause wohnen bleibt, weil ich sie hier am besten versorgt weiß. Wie gehe ich am besten mit den professionellen Arbeitenden im Hilfesystem um, die diese Entscheidung manchmal nur schwer akzeptieren können und bisweilen denken, sie könnten es besser einschätzen als ich, was mein*e Angehörige*r braucht?

Ich kann Sie zu Ihren Themen beraten und begleiten, z.B. bei der Entscheidungsfindung, ob ein Umzug für Sie infrage kommt und ansteht und was dies z.B. emotional für alle in der Familie bedeutet. Für die konkrete Umsetzung, z.B. wenn Sie die Pläne für den Umzug in eine Einrichtung entwickelt haben, besprechen und umsetzen wollen, empfehle ich Ihnen Angebote von Institutionen wie z.B. der Lebenshilfe e.V.